Nach fünfzehn Jahren Arbeit als bildende Künstlerin, hänge ich den Malerkittel an den Nagel. Auf der Suche nach der eigenen Materialität begebe ich mich in Niemandsland; dankbar für all die Jahre habe ich gelernt, dass Ausdruck & Freiheit nicht an Beruf(ung) gekoppelt sind. 

Die Bilder der Ausstellung im hiphaus gewähren Einblick in den Entwicklungsprozess der letzten Jahre, sind intensiv mit mir verwoben und werden in dieser Form das letzte Mal zu sehen sein. Ich bin dankbar für Vergangenes und freue mich auf Kommendes. Es gibt nichts anderes als das tägliche Leben.

 

 

Karin Ziegelwanger – Der eigenen Materialität auf der Spur

Vernissage: Dienstag, 1. 10. 2019, 19 Uhr

Die Ausstellung ist bis Sonntag 15. Dezember zu sehen.

Montag bis Samstag, 8 – 17 Uhr und Sonntag, 8 – 12 Uhr

Bildungshaus St. Hippolyt, Eybnerstraße 5, 3100 St. Pölten

 

 

Der eigenen Materialität auf der Spur experimentiert Karin Ziegelwanger mit Momenten, in denen das Schaffen und das Beobachten einander berühren und bewegen. 

In ihren ›mixed media‹-Welten spielen Zeit, Körper, Raum und Meditation eine zentrale Rolle und prägen die Ästhetik ihrer Arbeit im Spannungsfeld zwischen Leere und Form.

Auf der Suche nach der vermeintlichen Mitte geht es Karin Ziegelwanger weniger um das tatsächlich Dargestellte, als um die Komposition aus Zwischenräumen – um die Ästhetik der Dinge in ihrer Unfertigkeit, die permanente Veränderung und Vergänglichkeit.

Im Wunsch, die Welt zu durchdringen, wird die Option des Gewahrseins im Moment zur einzig möglichen Konstante.“